Goethe
 
" Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag, und ist so wunderlich als wie am ersten Tag. Ein wenig besser würd er leben, hättst du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben; Er nennt's Vernunft und brauchst allein, nur tierischer als jedes Tier zu sein. "
" Ach! könnt ich doch auf Bergeshöhn in deinem lieben Lichte gehn, um Bergeshöhle mit Geistern schweben, auf Wiesen in deinem Dämmer weben, von allem Wissensqualm entladen, In deinem Tau gesund mich baden! "

" Ich schau in diesen reinen Zügen, Die Natur vor meiner Seele liegen. Jetzt erst erkenne ich, was der Weise spricht: "die Geisterwelt ist nicht verschlossen; dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot!" [...] Zu sehen, wie alles sich zum Ganzen webt, eins in dem anderen wirkt und lebt "

" In Lebensfluten, im Tatensturm wall ich auf und ab, webe hin und her! Geburt und Grab, ein ewiges Meer, Ein wechselnd Weben, ein glühend Leben, so schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit, und wirke der Gottheit lebendiges Kleid. "

" Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdets nicht erjagen, wenn es nicht aus der Seele dringt, und mit urkräftigem Behagen die Herzen aller Höhrer zwingt. Sitzt ihr nur immer! Leimt zusammen, braut ein Ragout von andrer Schmaus, und blast die kümmerlichen Flamen aus eurem Aschehäufchen raus!"

"Ja, was man so erkennen heisst! Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen? "